Norwegens Fjorde 
mit AIDAPerla

Von 25.05. - 04.06.2023 habe ich die Tour Norwegens Fjorde mit der AIDAPerla gemacht. 
Eigentlich bin ich die klassische Sommer-Sonne-Strand-Urlauberin, aber ich wollte den Bergen eine Chance geben.
Mir wurde das absolute Kontrastprogramm zu meiner vorherigen Reise in die Karibik geboten und was soll ich sagen? Ich habe mich verliebt und wie könnte ich das auch nicht. 
Dieses Fleckchen Erde ist ein einziges Naturspektakel. 

Ich könnte jetzt ein ganzes Schiffsportrait aufmachen und euch endlos viel über mein Lieblingsschiff erzählen. 

Von der Perla gibt es so viele Videos (unter Anderem eins von mir) und Berichte, die ihr euch dazu anschauen könnt, dass ich euch hier lieber meine Tipps zu den einzelnen Destinationen und der Route an sich geben möchte. 

Wenn ihr dennoch mehr von dem Schiff sehen möchtet, schaut doch gerne mal auf meinem Youtube-Kanal in meine Vlogs. 

Das solltest du vor der Reise wissen

Wetter & Kofferpacken

Das Wetter ist in Norwegen meist sehr wechselhaft. 
Auch im Sommer kann von Minusgraden, Schnee, Hagel über strömenden Regen aber auch strahlenden Sonnenschein und 25 Grad wirklich alles auf einer Tour dabei sein. 

Statte dich daher für jedes Wetter aus und plane schon beim Kofferpacken Kleidung für den Zwiebellook ein. 

Damit fährst du am besten und kannst immer etwas an- oder ausziehen. 

Nimm dir für ausgiebige Spaziergänge außerdem festes Schuhwerk, am besten sogar Wanderschuhe oder Boots und unbedingt auch Regenkleidung mit. 

Mit Regenkleidung meine ich nicht nur eine Regenjacke und vielleicht einen Schirm, sondern auch eine Regenhose. Die habe ich die ersten Tage nämlich sehr vermisst und war komplett durchnässt. 

Ich hatte allerdings auf der ersten Hälfte der Reise auch überdurchschnittlich viel Pech mit dem Wetter und drücke dir die Daumen, dass es bei dir besser wird. 

Die Gäste, die jeweils direkt vor und nach mir fuhren, hatten fast nur 20 Grad und strahlenden Sonnenschein. Es besteht also Hoffnung. :-)

Zahlungsmittel: 

In Norwegen zahlt man nicht mit dem Euro, sondern mit Norwegischen Kronen.
Schau dir dazu am besten immer den aktuellen Wechselkurs an. 

Du solltest eine Kreditkarte dabei haben oder sicherstellen, dass deine EC-Karte für Auslandszahlungen freigeschaltet ist. In Norwegen wird nämlich überall mit Karte gezahlt. Und damit meine ich wirklich überall, auch an Imbissen Marktständen und öffentlichen Toiletten.

Man muss  also keinen einzigen Cent umtauschen, sondern kann alles ganz bequem ohne Bargeld abwickeln. 
Sehr viele Anbieter verweigern übrigens sogar die Annahme von Bargeld. 

 Raue See & Seekrankheit

Die Nordsee ist in der Regel deutlich rauer, als zum Beispiel das Gewässer im Orient oder der Karibik. 
Wenn du Probleme mit Seekrankheit haben solltest, schau dir gerne mein Video oder meinen Beitrag dazu an. Ich gebe einige Tipps zu dem Thema, wie z.B. eine Kabine in der Mitte zu buchen und definitiv Reisetabletten einzupacken. 

Auf meiner Tour hat es einige Nächte ordentlich geschaukelt und auch tagsüber hatten wir an einem Tag fünf Meter hohe Wellen, was für mich persönlich nicht ganz ohne war.

Ich weiß, dass das vielen Leuten nichts ausmacht, aber ich denke, das sollte man vorab zumindest mal bewusst gehört haben. 

Anreise mit dem Auto 

Die Tour beginnt in Hamburg. Für mich ist der Start dort vor Allem interessant, weil man super einfach individuell anreisen kann, was ich mit dem Auto gemacht habe. 

Solltest du ebenfalls mit dem Auto anreisen, kann ich dir den Tipp geben, über MyAida einen Parkplatz zu buchen. Das Ganze hat bei mir problemlos funktioniert. 
Der Parkplatz Steinwerder ist direkt vor dem Schiff und man kann dort aktuell für 10 Tage für 139€ sicher parken. 

An Bord holt man sich 1,2 Tage nach der Anreise einen QR-Code an der Rezeption ab, den man bei der Abreise am Parkautomat entwertet und dann rausfahren kann. 
Sofern auf dem Parkplatz noch Plätze frei sind, kann man auch spontan noch sein Auto darauf abstellen. In dem Fall zahlt man allerdings ein bisschen mehr. 

Die Destinationen

Hamburg

Die Starthafen ist Hamburg. Das Hamburg eine coole Stadt ist, in der man auch vorab oder hinterher noch gut 1,2 Tage dranhängen kann, brauche ich wahrscheinlich gar nicht sagen. Die Abfahrt war bei unserer Tour um 18 Uhr. 
Mögliche Ausflüge würde ich vorab einplanen, da am Anreisetag selbst, ziemlich viel los sein kann und man nicht wirklich Zeit hat um nach dem Check-In nochmal von Bord zu gehen. 

Bergen

Nach der Abfahrt und dem ersten Seetag erreicht die AIDAPerla die heimliche Hauptstadt Norwegens: Bergen. 

Unsere Liegezeit im Hafen war 9 - 17 Uhr.

Bergen ist mit 248 Regentagen pro Jahr die regenreichste Stadt Europas und das habe ich an dem Tag leider zu spüren bekommen. 

 

Der Regen hat mich jedoch nicht von einem schönen Landgang abgehalten.

Zu Fuß habe ich unter Anderem den Fischmarkt und das Hanseviertel Bryggen erkundet. 

Bryggen gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet viel geschichtlichen Hintergrund.

 

Mein Highlight in Bergen ist es definitiv mit der Bergbahn "Floibanen" hoch auf den Mount Floyen zu fahren. 

Die Fahrt dauert rund 5 Minuten und kostet pro Strecke ca. 8€. 

Vom Mount Floyen hat man eigentlich eine schöne Aussicht über die Stadt und auf die Bergbahn, bei mir hat das Wetter aber nicht mitgespielt und deshalb habe ich selbst leider nicht viel sehen können. 

Auf der Plattform oben gibt es bei besserem Wetter viele Büdchen und Möglichkeiten zum Sitzen und Essen und ein Spielplatz sorgt für die Bespaßung der Kinder.

Was mir dort trotz der fehlenden Aussicht sehr gut gefällt, ist der Wald. 

Ich hatte das Gefühl im Märchenwald zu stehen und hätte mich dort stundenlang aufhalten, wandern und alles erkunden können. 

Es gibt viele süß gebaute Holzwege, kleine Wasserfälle, Bäche, hohe Bäume und Abenteuerspielplätze. 


Wenn du so gerne in der Natur bist wie ich, lege ich dir nahe, unbedingt her zu kommen. 
Bei besserem Wetter hätte ich nur den Weg nach oben mit der Bergbahn gewählt und wäre wieder runter gewandert. 
Dieses Mal hatte ich jedoch Tickets für die Hin- und Rückfahrt mit der Bergbahn, was ganz gut war, denn ich war völlig vom Regen durchnässt. 

 

Übrigens bietet die Gegend generell viele schöne Wanderwege.

Die meisten Leute kommen auf den Mount Fløyen  oder zum Uriken.
ich aber habe noch den Tipp bekommen, zum Sandvikspilen zu wandern, der fußläufig erreichbar ist.
 
Auf dem Fløyen gibt es außerdem einen Bergsee (Skomakerdiket) , auf dem man kostenlos Kanu fahren kann.
Schaut mal hier: https://de.visitbergen.com/erlebnisse/kanuverleih-am-floyen-p1623463

Geriranger/ Geirangerfjord

Nach Bergen wird der erste Fjord der Reise angesteuert. 
Der Geirangerfjord, bzw. die süße Stadt Geiranger mit ihren 240 Einwohnern. 

Bereits die Einfahrt inklusive Blick auf unzählige Wasserfälle ist ein echtes Highlight und es lohnt sich, einen schönen Platz zum Herausschauen zu suchen. 

Ich habe mich für den Vormittag ins Organic Spa eingebucht und gebe euch das auch als Tipp mit. 
Es war komplett leer. Scheinbar hatte sonst niemand Idee, morgens früh ins Spa zu gehen.
Von hier aus hat man eine tolle Aussicht in jede Richtung und kann während der wunderschönen Aussicht beispielsweise in der Sauna, oder im Whirlpool sitzen. 

Unsere Liegezeit im Hafen war 11 - 21 Uhr.

Die Destination ist eine meiner liebsten der Tour, bietet die schönsten Aussichtspunkte und der Geirangerfjord zählt wegen seiner vielen Wasserfälle zum UNESCO-Weltnaturerbe. 

In Geiranger kommt man, wie an fast allen Orten der Tour sehr gut auf eigene Faust klar. 

Fußläufig erreichbar ist zum Beispiel ein Zipline-Park und das Fjordzentrum inklusive Wasserfall.

Es gibt viele schöne Wanderwege und wenn man ein bisschen mobiler sein möchte, kann man sich Fahrräder und Autos direkt vor dem Schiff mieten. 

 

Ich habe mir für diesen Ort vorab über den Anbieter "Fjordtours" einen Twizy für zwei Stunden gemietet. 

Hierbei handelt es sich um ein kleines Elektroauto, in dem man hintereinander zu zweit sitzen kann und von einem deutschsprachigen Navi inklusive Erklärungen zu den schönsten Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten geführt wird.

Der Twizy-Stand ist direkt im Hafen und die Kosten betragen 145€ pro Fahrzeug für zwei Stunden, wenn man vorab online bucht. 

Wenn noch Twizys frei sind, kann man sie für ein wenig mehr Geld auch direkt vor Ort anmieten. 
Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, damit unterwegs zu sein, denn es ist mal was anderes und total witzig. 

Bei zu schlechtem Wetter geht das übrigens nicht so gut, weil es keine Seitenfenster gibt und es dementsprechend nass und windig werden kann.

Generell gefällt es mir total gut, nicht von einem Bus abhängig zu sein, sondern überall so lange halten zu können, wie ich möchte. 

Den Twizy kann man übrigens für eine, zwei oder drei Stunden buchen. Viel länger reicht die Batterie nämlich nicht. 

Wenn ihr wie ich, gerne viele Fotos macht und zwischendurch noch ein bisschen zu Fuß die Gegend erkunden wollt, solltet ihr lieber drei Stunden einplanen.
Das würde ich im Nachhinein für mich persönlich ebenfalls machen.

 

Am besten haben mir die Aussichtpunkte gefallen, zu denen uns der Twizy geführt hat. 

Als erstes ging es für mich zum Aussichtspunkt an der Adlerkurve/Ornesvingen, an dem übrigens auch ein Wasserfall direkt an der Straße ist. 

Hier hat man eine wunderschöne Aussicht über den Fjord, nach unten auf das Schiff und man kann die Seven Sister Wasserfälle sehen. 

Wenn du auch hierhin möchtest, bleibe nach Möglichkeit nicht nur unten auf der Plattform stehen, sondern gehe den kleinen Wanderweg nach oben. 

Von dort aus ist die Aussicht noch schöner und es ist deutlich leerer als unten.

Der zweite superschöne Aussichtspunkt nennt sich Fydalsjuvet und bietet ebenfalls einen tollen Ausblick aus einem anderen Blickwinkel über den Fjord und auf das Schiff. 

Es gibt dort einige Sitzgelegenheiten, Toiletten und man kann ein bisschen klettern. 

Du merkst, Geiranger hat trotz seiner kleinen Größe sehr viel zu bieten. 

Was du hier unbedingt machen musst, ist es, dir ein schönes Plätzchen für die Ein- und Ausfahrt auf dem Schiff zu suchen. Die sind unbeschreiblich schön.

Man fährt an super vielen Wasserfällen, wie auch den Seven Sisters vorbei und die Aussicht ist atemberaubend.  

Das sollte man auf der Tour wirklich nicht verpassen, denn das ist es, was diese Kreuzfahrt für mich ausmacht.  

Andalsnes

Das nächste Ziel der Tour ist Andalsnes und bietet eine sehr schöne und bergige Landschaft. 

Unsere Liegezeit im Hafen war 8:30 - 13 Uhr.

Direkt vor dem Schiff fährt eine Seilbahn und es gibt einige schöne Wanderwege. 

Beispielsweise kann man in rund 90 Minuten bergauf für einen schönen Ausblick zum Rampestreken gehen. 

Der Wanderweg hierzu ist der Romsdaltrappa. Der wurde mir empfohlen. 

 

Was ich persönlich auf jeden Fall empfehlen kann, ist es, zur Trollwand zu fahren. 
Sie ist ca. 15 km vom Hafen entfernt mit 1.700 Metern Europas höchste Steilwand. 

Ich habe eine AIDA-Fahrradtour dorthin gemacht und fand es abgesehen von unaufhörlichem Regen total spaßig und denke, dass das bei besserem Wetter einen noch tolleren Ausflug darstellt. 

Bei besserem Wetter hat man sicherlich einen noch freieren Blick auf die Trollwand.

Generell bietet sich in Andalsnes eine Fahrradtour sehr gut an, da es über 200 Fahrradrouten gibt, die übrigens relativ anspruchsvoll und hügelig sind.

Bei so einer Tour schnappt man viel von der Umgebung und ist mittendrin.
Das macht wirklich viel Spaß. 

Wenn du, wie ich, auch nicht ganz so sportlich bist, würde ich die bequemere Variante empfehlen und ein E-Bike nehmen. 
E-Bikes waren bei mir schon ausgebucht, weshalb ich mich der Herausforderung mit einem normalem Fahrrad stellte.

Molde

Nach einem halben Tag in Andalsnes geht es weiter nach Molde. 
Unsere Liegezeit im Hafen war 15:30 - 20:30 Uhr.

Hier habe ich nur einen kleinen Spaziergang gemacht und nichts Spannendes zu berichten, außer vielleicht, dass es dort ein Fußballstadion gibt und gerade ein Spiel stattfand. 

 

Beim nächsten Mal würde ich mir in Molde einen Ausflug organisieren, bei dem über die berühmte Atlantikstraße gefahren wird oder besser noch selbst mit einem Mietwagen darüber fahren. 

Das ist mir erst im Nachhinein bewusst geworden und wenn dich die Straße, die in Norwegen als „Bauwerk des Jahrhunderts“ ausgezeichnet wurde interessiert, kannst du ja mal schauen, ob das was für dich ist. 

Trondheim

Das nächste Ziel auf der Tour ist Trondheim. 

Unsere Liegezeit im Hafen war 8 - 17:30 Uhr.

Trondheim eignet sich gut zum Erkunden zu Fuß.
Ich bin durch die Stadt gegangen und habe viele bunte Holzhäusschen sehen können. 

Was du in Norwegen unbedingt machen musst, ist Zimtschnecken oder Waffeln essen. 

Ich habe mich in Trondheim bei einem Bäcker (Godt Brod) für eine Zimtschnecke entschieden, die sehr lecker, weich und fluffig war. 

Außerdem habe ich die Kristiansten Festung besucht, die keinen Eintritt verlangt und von der aus man einen tollen Ausblick über die Stadt hat. 
Hier stehen übrigens auch Toiletten zur Verfügung.

Trondheim beherbergt die größte Universität Norwegens, die rund 40.000 Studierende zählt. 

Auch dort bin ich hingelaufen und habe das Gelände ein wenig erkundet. 

Ich sag euch wie es ist: Trondheim ist für mich keine Stadt, die ich gezielt anreisen würde aber es war wirklich nett die Gegend zu erkunden und einen ausgiebigen Stadtspaziergang zu machen.

Alesund 

Das nächste Ziel ist Alesund und unsere Liegezeit im Hafen 8 - 13 Uhr.

In Alesund waren wir nur vormittags und sind auf den Hausberg, Aksla gelaufen. 

Der Startpunkt ist fußläufig in wenigen Minuten erreichbar.

Hochzukommen ist eine kleine Herausforderung, denn man muss dafür 418 Stufen erklimmen. 

Zwischendurch gibt es aber immer wieder Sitzmöglichkeiten für eine kurze Pause. 

Oben angekommen, kann man ins Restaurant gehen oder einfach nur die Aussicht auf die Stadt genießen und ein bisschen die Gegend rundherum erkunden. 

Man zahlt keinen Eintritt dafür.

Von dort oben hat man einen schönen Blick auf die Stadt und das Ganze ist gratis. 

Wer es etwas gemütlicher mag, kommt alternativ mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus oder der Bimmelbahn auf die Spitze. 

Eidfjord

Als nächstes durfte ich den für mich besten Tag der Reise in Eidfjord erleben.

Unsere Liegezeit im Hafen war 10 - 20 Uhr und bereits die Einfahrt inklusive Durchfahrt unter der Hardangerbrücke stellen ein echtes Highlight dar. 
Wann fährt man schon mal mit so einem großen Schiff unter einer Brücke durch?

Was soll ich zu Eidfjord sagen? Ich habe von diesem kleinen Ort und seinen rund 500 Einwohnern noch nie gehört und mich komplett verliebt. 
Das ist es übrigens, was für mich ein großes Pro-Argument für Kreuzfahrten darstellt. 
Ich besuche Orte, die ich vorher nicht auf dem Schirm hatte und deren Namen ich nicht einmal kenne und verliebe mich dann unerwartet. 
Ich sage euch, dass dieser Ort einer der schönsten ist, die ich bisher gesehen habe und ich – dicht gefolgt von Geiranger - den schönsten Tag dieser Reise erlebt habe. 
Eidfjord strahlt für mich ruhige, märchenhafte Idylle aus.

Wanderwege mit wunderschönem Panorama, Schafe, Pferde und extra hergerichtete Fotospots, die mein Hobbyfotografenherz höherschlagen lassen. 

Im Eidfjord könnt ihr einfach los gehen und den schönen Ort genießen, es gibt aber auch zahlreiche Aktivitäten die vor Ort angeboten werden. 

Unter Anderem fahren dort eine Bimmelbahn, Stand-Up-Paddle Boards, Kajakboote, Boote für Fjordsafaris und sogar Wasserflugzeuge. 

 

Für diesen Ort habe ich wieder einen Ausflug über den norwegischen Anbieter "Fjordtours" vorab zu Hause über die Homepage des Veranstalters gebucht. 

Dieser hat 46,50€ pro Person gekostet und beinhaltet eine 30-minütige auf Englisch geführte Bustour zum Voringfossen Wasserfall mit einstündigem Aufenthalt und dann geht es nochmal 15 Minuten in Richtung Hafen zum Naturzentrum. 

Anschließend wird man mit dem Bus zurück zum Hafen gebracht. 

Mit "Fjordtours" habe ich auf der Tour hiermit schon den zweiten Ausflug gebucht und kann sagen, dass alles perfekt geklappt hat. 

Die Mitarbeiter sind pünktlich, sprechen fließend Englisch, sind nett, zuverlässig und wissen Bescheid. 


Den Voringfossen Wasserfall zu besuchen, ist für mich ein absolutes Muss. 

Man kann dort super schön wandern, die Gegend erkunden und die Wassergewalt, die man dort sieht, ist einfach nur beeindruckend. 

Ich hatte hier endlich mal Glück mit dem Wetter, klare Sicht und konnte sogar einen Regenbogen im Wasserfall sehen. 

Ich kann bis heute kaum realisieren, dass dieser Anblick wirklich real war und hätte mich an dem Wasserfall gerne noch länger aufgehalten.

Übrigens gibt es dort auch ein Hotel, dessen Restaurant man öffentlich zugänglich ist und laut unserem Bus-Guide es soll dort ganz tolle Waffeln und Cookies geben. 

Für mich war die Zeit dort an diesem Tag aber etwas knapp bemessen und ich würde beim nächsten Mal wohl schauen, ob es einen Ausflug mit längerem Aufenthalt dort gibt oder noch eine andere Möglichkeit dorthin zu kommen. 

 

Nach dem Wasserfall sind wir im Rahmen der Bustour noch ins Naturzentrum gefahren.

Der Eintritt von 16€ pro Person, war in unserem Fall bereits inkludiert und auch hier hatten wir eine Stunde Zeit.

Meiner Meinung nach hätte man sich das allerdings sparen können. 

Zu Beginn des Besuches dort wird man darum gebeten, in einem kleinen Kinosaal Platz zu nehmen und es wird ein halbstündiger Drohnenfilm von Norwegens Landschaft gezeigt, der mit Musik unterlegt ist. 
An sich super schöne Bilder, aber der Film war mir einfach zu lang. 

In diesem Informations- und Erlebniszentrum lässt sich einiges über die Fjorde und Norwegens Natur generell lernen.

Ich persönlich fand zwar einige Details ganz spannend, zum Beispiel wie ein Fjord entsteht. Der Großteil im Naturzentrum war für mich aber ehrlicherweise nicht so interessant. Es dreht sich beispielsweise viel um Elche und dass diese gejagt werden.

Das ist sicherlich Geschmackssache und mit Kindern vielleicht auch nochmal spannender. 

 

Da die Perla in Eidfjord planmäßig den ganzen Tag im Hafen liegt, bleibt genügend Zeit für ausgiebige Spaziergänge vor und nach dem Ausflug. 

Für die Ausfahrt abends solltest du dir unbedingt ein schönes Plätzchen draußen suchen, denn die ist wirklich schön. 
Neben der Lanai Bar auf Deck 7 kann ich hierfür auch die Bar 5. Element auf Deck 14 empfehlen. 

Haugesund

Meine letzte Destination war Haugesund und unsere Liegezeit im Hafen war 8 - 19 Uhr.

Ich sage gezielt "meine", weil dieses Ziel normalerweise nicht vorgesehen ist.
Eigentlich sollte es nach Stavanger gehen und ich hatte vor auf den Prekestolen zu wandern, aber der Hafen wurde leider zwei Wochen vor Reiseantritt durch Haugesund ersetzt. 

Ich fand Haugesund an sich ehrlich gesagt nicht so toll. 

Ich bin dort eine sehr große Runde spaziert, unter Anderem durch die Fußgängerpassage in der Stadt und zum Denkmal/ Aussichtspunkt Haraldshaugen, aber die Stadt hat mich einfach nicht gecatcht. 
Das einzige was mir dort wirklich gefallen hat, ist die Risoy-Brücke und die Aussicht auf die Boote darunter.

Diese Brücke überquert man, um vom Hafen in die Stadt zu kommen.

 

Beim nächsten Mal würde ich in Hausgesund defintiv einen größeren Ausflug machen und zum Langfoss-Wasserfall fahren, der mit seinen 612 Metern Höhe, zu den höchsten Wasserfällen der Welt zählt. 
Dieser ist knapp 100 km entfernt und es gibt verschiedenste Möglichkeiten dorthin zu kommen. 

Man kann sich einen Mietwagen nehmen, es gibt aber auch einen AIDA-Ausflug mit dem Bus. Außerdem fahren vormittags laufend Busse von norwegischen Veranstaltern direkt vor dem Schiff dorthin und man kann sich vor Ort noch einbuchen. 

Die Bustour mit einem Veranstalter direkt im Hafen kostet rund 70€ pro Person. 

Natürlich kann man sich auch schon für zu Hause aus über diverse norwegische Veranstalter auf so eine Tour buchen.

Das habe ich mal gegoogelt und gesehen, dass die Preise auch hier meist bei rund 70, 75€ pro Person liegen.

Den Wasserfall hatte ich vorab einfach nicht auf dem Schirm.

Mein Fazit 

Als abschließendes Fazit zur Tour, hätte ich mir für den Namen „Norwegens Fjorde“ noch mehr Fjorde auf der Tour gewünscht. 

Es waren ein, zwei Städte dabei, die zumindest für mich persönlich nicht so viel zu bieten hatten. 

Die Fjorde zu sehen, die Einfahrten und Ausfahrten und einfach diese atemberaubende Natur mit all ihren Wasserfällen zu erleben, war einfach das allerschönste. 

Diese Momente haben für mich ehrlicherweise sogar die Karibik getoppt. 

Und das, obwohl ich, wie gesagt, eigentlich genau in solchen Gebieten meine liebsten Urlaubsorte habe. 

Alleine deshalb, werde ich definitiv nochmal in die Fjorde reisen und generell die Berge mit in meine zukünftigen Reiseplanungen aufnehmen. 

Es ist so wunderschön die Ruhe zu erleben, das ganze Grün und einfach nur zu spazieren, zu wandern oder auf einer Bank zu sitzen. 

Ich verarbeite eine Reise so richtig immer erst einige Zeit nachdem ich wieder zurück bin und teilweise schaue ich mir Bilder und Videos von dem Naturspektakel an, das ich dort erlebt habe und könnte weinen, so dankbar bin ich, es live gesehen und erlebt zu haben.  

Fydalsjuvet, Geiranger

Eidfjord

Voringvossen, Eidfjord 

Adlerkurve, Geiranger

Eidfjord

Twizys, Geiranger

Risoy-Brücke, Haugesund

Seven Sisters, Geiranger

Wald, Bergen

Adlerkurve, Geiranger

Trondheim von der Kristiansten-Festung aus

Floibahn, Bergen

Alesund vom Aksla aus

Hardangerbrücke, Eidfjord

Bergen 

Trollwand, Andalsnes